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November-Programm Kassablanka

Unser Kinoprogramm für den November findet ihr hier. Wir freuen uns auf euch!

08.11.2017 17:46:32

Medienwoche "Courage leben - gegen Rassismus und Antisemitismus" 2017

Vom 28. November bis 08. Dezember 2017 finden unsere diesjährigen Couragewochen statt. Mehr Informationen finden Sie hier!

18.10.2017 14:50:57

Neue Webseite unseres Projekts "Web 2.0 & Social Media"

Nach zahlreichen Planungs- und Überarbeitungsschritten freuen wir uns, Ihnen die neue Webseite unseres Projekts "Web 2.0 & Social Media - Didaktik und Methoden für Medienbildung und Informationskompetenz" präsentieren zu können: Ab heute stellen wir Ihnen unter www.aktiv-mit-medien.de in neuem Design unser vielfältiges Angebot, aktuelle News und vieles mehr zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie über unseren Kalender gleich nachsehen, ob bereits Veranstaltungen in Ihrer Region vorgesehen sind - oder Sie sichern sich direkt Ihren Wunschtermin für eine Veranstaltung, die wir mit Ihnen planen und in Ihrer Einrichtung durchführen.

29.09.2017 09:29:21

Der Anker im Kopf - Bericht einer Session vom educamp

Das EduCamp wird von einer intrinsisch motivierten und eigenständigen Community getragen, welche sich mit Bildungsthemen im jeweils aktuellen gesellschaftlichen Kontext auseinandersetzt.

Ein EduCamp ist ein thematisches barcamp.

"Barcamps werden von Enthusiasten für Enthusiasten organisiert, die in einer offenen Umgebung lernen und Wissen weitergeben möchten. Es sind sehr intensive und anstrengende Veranstaltungen, alleine schon durch die Menge an Informationen die zu bewältigen ist." (franztoo - next generation anything: "Was ist eigentlich ein BarCamp"; 13.02.2007, by Franz Patzig)

Die Teilnehmer strukturieren ein BarCamp mit ihren Inhalten und werden aufgrund dessen zu Teilgebern. Die Organisatoren eines BarCamps versuchen den Rahmen eines solchen Treffens zu gestalten.

Auf dem vor wenigen Tagen stattgefundenem EduCamp in Ilmenau habe ich unter anderem die Session über Sketchnotes besucht. Hierbei kann es sich um Notizen oder Mitschriften, einer Veranstaltung oder eigener Ideen handeln. Die Besonderheit von Sketchnotes liegt in der Visualisierung. Ralf Appelt, der Sketchnotes vorstellt, redet gar von einem Anker. Über einfache Symbole lassen sich oftmals komplexe Strukturen und Prozesse erklären. Eine Hierarchisierung der Inhalte wird durch die Art der Visualisierung bestimmt. Mit Sketchnotes können Inhalte verständlicher werden und prägen sich beim Gestalter viel leichter ein, als herkömmliche Mitschriften.
Das folgende Video soll ein wenig in diese Technik einführen:

Bei Sketchnotes handelt es sich um eine mnemotechnische Technik, also eine Technik mit derer Hilfe wir uns leichter an etwas erinnern können. Eine Kombination aus Strukturen, Texten und Bildern ergibt die optimale Sketchnote und trägt dazu bei, sich zu einem späteren Zeitpunkt, viel besser an den Inhalt erinnern zu können.

Die Vorteile der Visualisierung in Form von Sketchnotes liegen für mich in:

  • im Gegensatz zu Texten sind Sketchnotes nur selten linear strukturiert
  • unterstützen die Entwicklung neuer Ideen und Inhalte
  • eigenes Wissen kann in der Visualisierung mit dem Gehörten leichter verknüpft werden
  • wenn eine Veranstaltung doch mal wieder langweilig werden sollte, dann kann ich mich über Sketchnotes dennoch aktiv mit dem Thema auseinandersetzen und somit Interesse signalisieren. Meine Aufmerksamkeit schweift nicht offensichtlich vom Vortragenden ab, sondern ich vertiefe mich durch verstärkte Visualisierungsbemühungen (wegen Langeweile) dennoch in dem Thema.
  • Sketchnotes können mittels moderner Medien, wie Tablets leicht umgesetzt werden, so dass die Verwendung von Tablets währen einer Besprechung / Workshop / Seminar nicht so ganz befremdlich beim Gegenüber ankommt und sogar deren Interesse geweckt werden kann.
  • Sketchnotes können über Papier oder Tablets umgesetzt werden.


Herausforderungen von Sketchnotes liegen für mich in:

  • "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.": Wer mit zu perfektionistischen Ansprüchen an seine Sketchnotes geht, wird wohl gerade in der Anfangszeit sehr entmutigt. Wie bei einer Schrift müssen auch bei Sketchnotes erst gewisse Symbole und Zeichnungen erlernt werden. Eine eigene Handschrift muss ebenso eingeübt werden. Dafür bedarf es Geduld und die Gelassenheit, dass eigene Mit- und Aufzeichnungen nicht den Ansprüchen eines Meisterwerkes genügen müssen. Wer sich über eigene Zeichnungen gar nicht an Sketchnotes herantraut, diese aber gern ausprobieren möchte, findet Aufkleber und Ähnliches, die einen bei der Erstellung unterstützen. Eine Einleitung und Tutorials lassen sich zudem auf folgender Seite finden: http://www.sketchofrenzy.com/ In einfachen Schritten werden die wichtigsten Elemente zusammenfasst und geübt.
  • Um Sketchnotes anschaulich zu gestalten, sollte man sich vielleicht wieder das Mittragen einer Federtasche angewöhnen, die mit verschiedenen Dicken und Farben von Stiften gefüllt ist. Ein einfacher Kuli reicht für eine Sketchnote zwar auch aus, ist aber gerade für mich als Anfänger weniger attraktiv und die Sketchnote am Ende auch nicht immer verständlich. Ein linienfreies Zeichenbuch ist ebenfalls unterstützend.
  • Anstatt dem Vortragenden weiter zuzuhören, schweifen meine Gedanken ab. Still und leise frage ich mich, wie kann ich wohl genau diesen gerade besprochenen Prozess visualisieren? ... und schwupps ist meine Aufmerksamkeit dahin

Weitere Sketchnote-Beispiele können im Flickr-Stream gefunden werden. 

 

Autor: Jana Hochberg